Firmeneintrag kostenlos: Wo er wirklich nichts kostet und wo ein Abo folgt

Wer „Firmeneintrag kostenlos“ sucht, stößt auf drei Sorten Angebote: Einträge, die dauerhaft nichts kosten, Probezeiten, die nach drei Monaten in ein Jahresabo übergehen, und Formulare, die nur kostenlos aussehen. Wir haben am 29. September 2026 die Angebotsseiten der bekanntesten Anbieter gelesen. Hier ist das Ergebnis, mit den Stellen, an denen es teuer werden kann.

Auf einen Blick

AnbieterKostenlosWas Geld kostet
Google UnternehmensprofilProfil anlegen und anzeigenfür den Eintrag nichts
Bing Places for BusinessEintragfür den Eintrag nichts
Apple BusinessEinstieg samt Standortkarte in Apple Kartenzusätzlicher Speicher, Support
Das ÖrtlicheGrundeintragStarteintrag ab dem 4. Monat im Jahresabo
Gelbe SeitenGrundeintragStarteintrag ab dem 4. Monat im Jahresabo
11880Eintrag, zugleich bei werkenntdenBESTENWerbepakete
CylexKonto und EintragPremium-Pakete
ProvenExpertProfil mit BewertungenBezahlpakete

Dauerhaft kostenlos: Google, Bing und Apple

Die drei großen Kartendienste nehmen für den Eintrag kein Geld. Laut Google kosten das Anlegen des Unternehmensprofils und die Anzeige des Eintrags nichts. Das Profil erscheint in der Google-Suche und auf Google Maps und ist für die meisten Betriebe der wichtigste Eintrag überhaupt.

Bing Places for Business wirbt ebenso damit, dass sich Betriebe dort kostenlos eintragen. Bei Apple heißt das Angebot inzwischen Apple Business, früher Apple Business Connect. Laut Apple ist es zunächst kostenlos, die Standortkarte in Apple Karten eingeschlossen. Geld kosten zusätzlicher Speicher und Support. Ein Apple-Gerät braucht der Betrieb dafür nicht.

Das Örtliche und Gelbe Seiten: Grundeintrag frei, Starteintrag im Abo

Beide Branchenbücher bieten einen Grundeintrag für 0 Euro und einen Starteintrag, der drei Monate kostenlos läuft. Der Grundeintrag bei Gelbe Seiten enthält laut Anbieter Anschrift, Telefonnummer und Öffnungszeiten. Mehrere Suchworte, Videos und ein besserer Platz in der Trefferliste gehören nicht dazu. Bei Das Örtliche lassen sich im Grundeintrag außerdem Website, Social-Media-Profile, ein Freitext mit 500 Zeichen, Logo und Fotos hinterlegen. Werbefrei ist die Eintragsseite erst ab dem Starteintrag.

Der Haken liegt beim Starteintrag. Ab dem vierten Monat folgt bei beiden ein kostenpflichtiges Jahresabo: 29,90 Euro im Monat, 358,80 Euro zuzüglich Umsatzsteuer im Jahr, jährlich zu zahlen. Gelbe Seiten schreibt dazu, dass der Test automatisch in das Abo übergeht, und nennt die Fristen: Wer das Abo nicht will, kündigt mit zwei Wochen Frist zum Ende des Testzeitraums beim zuständigen Verlag. Das Jahresabo selbst ist mit sechs Wochen Frist zum Ende der Laufzeit kündbar. Auf der Angebotsseite von Das Örtliche standen am Stichtag keine Fristen.

Unser Rat: Testen Sie den Starteintrag nur, wenn Sie das Kündigungsdatum sofort in den Kalender schreiben. Und rechnen Sie mit Anrufen. Das Örtliche führt telefonische Beratung bei jedem Eintrag auf, und für den Premium-Eintrag bei Gelbe Seiten kommt ein Mediaberater des Verlags auf Sie zu.

Oft ist ein Eintrag schon da, übernommen aus alten Telefonbuchdaten. Wie Sie ihn bei Das Örtliche korrigieren, ohne ein Paket zu buchen, steht in unserer Anleitung Das Örtliche: Eintrag ändern.

11880, Cylex und ProvenExpert: kostenlos, mit Verkaufsversuch

Bei 11880 tragen sich Betriebe kostenlos ein, der Eintrag erscheint zugleich im Bewertungsportal werkenntdenBESTEN. Eine Probezeit oder ein späteres Abo nennt die Eintragsseite nicht. Kostenpflichtig sind dort Werbepakete.

Cylex bietet ein kostenloses Konto und versucht darin mehrfach, ein Premium-Paket zu verkaufen. Zum Korrigieren der eigenen Daten brauchen Sie es nicht. Ob sich der Eintrag für Ihre Website lohnt, ist eine andere Frage: Das Cylex-Profil, das wir geprüft haben, darf in den Index, der Link auf die Website läuft aber über eine Weiterleitung, die Cylex für Suchmaschinen sperrt. Mehr dazu in Cylex-Eintrag: prüfen, ändern, löschen.

Bei ProvenExpert reicht das kostenlose Profil, um Bewertungen zu sammeln und öffentlich zu zeigen, laut Preisseite aber höchstens zehn Stück. Begrenzt ist außerdem die Zahl der Bewertungsanfragen, die sich über das Portal verschicken lassen, und im eigenen Profilbereich wirbt ProvenExpert dauerhaft für seine Bezahlpakete. Die Einzelheiten stehen in ProvenExpert: Was das kostenlose Profil leistet.

Die Formularfalle: kostenlos aussehen, 650 Euro kosten

Die teuerste Variante kommt unaufgefordert ins Haus. Ein Formular, das wie eine Datenabfrage aussieht, bittet darum, die Firmendaten zu prüfen und unterschrieben zurückzuschicken. Die Kosten stehen im Kleingedruckten. In einem Fall, über den der Bundesgerichtshof 2012 entschied, waren es 650 Euro netto im Jahr, versteckt in einer Textspalte am Rand eines Antrags für eine „Gewerbedatenbank“.

Der Bundesgerichtshof entschied, dass eine so versteckte Zahlungspflicht nicht Teil des Vertrags wird. Weil Grundeinträge in solchen Verzeichnissen vielfach kostenlos angeboten werden, muss niemand mit ihr rechnen (Urteil vom 26. Juli 2012, Aktenzeichen VII ZR 262/11). Das hilft im Streitfall, den Ärger erspart es nicht. Schicken Sie kein Formular zurück, das Sie nicht selbst angefordert haben. Und wenn doch eine Rechnung kommt, lassen Sie sie prüfen, bevor Sie zahlen, etwa bei Ihrer IHK oder Handwerkskammer.

In dieser Reihenfolge vorgehen

  1. Google-Unternehmensprofil anlegen oder, wenn es schon eines gibt, übernehmen. Wie das geht, zeigt Google-Unternehmensprofil: Inhaberschaft übernehmen.
  2. Bing Places und Apple Business anlegen. Beide kosten für den Eintrag nichts.
  3. Das Örtliche, Gelbe Seiten und 11880 durchsuchen. Gibt es schon einen Eintrag, korrigieren Sie ihn, statt einen zweiten anzulegen. Wie Sie Dubletten wieder loswerden, steht in Doppelte Einträge zusammenführen.
  4. Überall dieselben Daten: Firmenname, Anschrift und Telefonnummer genau so geschrieben wie im Impressum.
  5. Probezeiten nur mit Kalendereintrag für das Kündigungsdatum.
  6. Einmal im Quartal prüfen, ob alle Einträge noch stimmen. Wie das mit wenig Aufwand geht, zeigt Kapitel 5: Einträge pflegen.

Was ein kostenloser Eintrag bringt und was nicht

Für die eigene Website in der Google-Suche bringen die meisten Branchenbuch-Einträge wenig. Der Link bei Das Örtliche trägt nofollow, bei Cylex läuft er über eine Weiterleitung, die für Suchmaschinen gesperrt ist. Ihr Wert liegt woanders: Menschen suchen dort, und gleiche Daten an vielen Stellen stützen das Google-Unternehmensprofil. Welche Portale ihre Einträge für Google freigeben, zeigt unser Verzeichnis-Check.

Wer alle Fundstellen seines Betriebs an einem Ort bündeln und regelmäßig prüfen lassen will, findet bei Links Light einen geprüften Eintrag. So läuft die Aufnahme.

Häufige Fragen

Ist ein Firmeneintrag bei Google kostenlos?

Ja. Laut Google kosten das Anlegen des Unternehmensprofils und die Anzeige in der Google-Suche und auf Google Maps nichts.

Was kostet der Starteintrag bei Gelbe Seiten und Das Örtliche?

Die ersten drei Monate nichts. Ab dem vierten Monat folgt ein Jahresabo für 29,90 Euro im Monat, 358,80 Euro zuzüglich Umsatzsteuer im Jahr. Stand 29. September 2026.

Muss ich den kostenlosen Test kündigen?

Bei Gelbe Seiten ja, mit zwei Wochen Frist zum Ende des Testzeitraums beim zuständigen Verlag. Sonst läuft das Jahresabo.

Ist der Grundeintrag bei Das Örtliche und Gelbe Seiten dauerhaft kostenlos?

Beide führen den Grundeintrag mit 0 Euro. Eine Laufzeit oder spätere Kosten nennen die Angebotsseiten dafür nicht.

Passend dazu: Bevor Sie für einen Eintrag zahlen: fünf Prüfungen (erscheint am 19. Oktober 2026) und Kapitel 3: Branchenbücher in der richtigen Reihenfolge. Alle Anleitungen im Ratgeber.

Quellen, abgerufen am 29. September 2026: Google Unternehmensprofil, Bing Places for Business, Apple Business, häufige Fragen, Das Örtliche Eintragsservice, Gelbe Seiten Starteintrag, 11880 Firmeneintrag. Zum Urteil: Legal Tribune Online vom 26. Juli 2012. Cylex und ProvenExpert: eigene Prüfung, siehe die verlinkten Beiträge; ProvenExpert-Preisseite abgerufen am 30. September 2026.