Kapitel 3 des Leitfadens Gefunden werden. Es gibt Hunderte Verzeichnisse. Die meisten sind ihre Zeit nicht wert. Diese Reihenfolge stützt sich auf Messungen an 24 Portalen, in denen unsere eigenen Einträge stehen.
Die Reihenfolge
- Google-Unternehmensprofil. Kein Verzeichnis im engeren Sinn, aber der Eintrag mit Abstand der größten Wirkung. Siehe Kapitel 2.
- Die großen Branchenbücher. Das Örtliche, Gelbe Seiten, Cylex, GoYellow. Dort steht Ihr Betrieb sehr wahrscheinlich schon, ungefragt und mit alten Daten. Hier geht es weniger ums Eintragen als ums Korrigieren.
- Bewertungsportale Ihrer Branche. Wo Ihre Kunden nach Erfahrungen suchen. Für Dienstleister etwa ProvenExpert, für Gastronomie die einschlägigen Portale, für Handwerk die regionalen Empfehlungsseiten.
- Fach- und Verbandsverzeichnisse. Innung, Kammer, Berufsverband, Fachportale. Oft die wertvollsten Einträge überhaupt, weil sie gepflegt werden und Vertrauen tragen.
- Regionale Verzeichnisse. Stadtportale, Wirtschaftsförderung, lokale Empfehlungsseiten. Sehr unterschiedlich in der Qualität, siehe unten.
Was auf keiner Stufe steht: Anbieter, die versprechen, Ihren Betrieb automatisch in Hunderte Verzeichnisse einzutragen. Was dabei entsteht, muss später jemand pflegen, und pflegen wird es niemand.
Woran Sie ein brauchbares Portal erkennen
- Die Profilseite darf in den Index. Steht im Quelltext
noindex, ist der Eintrag über Google unsichtbar. Zwei der von uns gemessenen Regionalverzeichnisse machen das, ohne es beim Anlegen zu erwähnen. - Die Website ist verlinkt, und zwar direkt. Manche Portale verlinken über eine eigene Weiterleitungsadresse, die für Suchmaschinen gesperrt ist. Bei dreien der 24 fehlt der Link auf die Website ganz.
- Das Profil hat eigenen Inhalt. Seiten, die nur Name, Adresse und Telefonnummer zeigen, werden von Google selten aufgenommen.
- Das Portal wird selbst gefunden. Suchen Sie nach einem Wettbewerber plus Ort. Taucht das Portal in den Ergebnissen auf, lohnt der Eintrag. Taucht es nie auf, lohnt er nicht.
Wie viele Einträge reichen?
Weniger, als Sie denken. Fünf bis fünfzehn gepflegte Fundstellen sind für die meisten Betriebe genug. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern dass die Angaben überall übereinstimmen. Das ist Kapitel 1, und es bleibt der wichtigste Schritt.
Und dann?
Einträge altern. Portale ändern ihre Regeln, ohne jemanden zu fragen: Wir haben in einer einzigen Messreihe einen ersatzlos verschwundenen Eintrag gefunden und zwei Portale, die ihre Profilseiten für Suchmaschinen gesperrt haben. Wer nicht regelmäßig nachsieht, merkt davon nichts. Was dabei zu prüfen ist, steht in Kapitel 8.
Weiter mit Kapitel 4: Bewertungen, erscheint am 1. Oktober. Zurück zur Übersicht.