Solange Ihr Google-Unternehmensprofil nicht bestätigt ist, können Sie Namen, Öffnungszeiten und Telefonnummer nicht selbst pflegen. Google entscheidet, auf welchem Weg Sie das nachweisen, und manchmal braucht es mehr als einen Anlauf. Wir haben die Hilfeseiten von Google am 30. September 2026 gelesen. Hier sind die Wege, die typischen Stolpersteine und was Sie tun, wenn ein Profil gesperrt wird.
Bevor Sie anfangen
Sie brauchen ein Google-Konto. Das kann laut Google auch mit Ihrer geschäftlichen E-Mail-Adresse angelegt sein, eine Gmail-Adresse ist nicht nötig. Melden Sie sich mit dem Konto an, mit dem das Profil verknüpft ist, und suchen Sie Ihren Betrieb mit Namen und Ort in der Google-Suche. Gibt es noch kein Profil, legen Sie es zuerst an. Wie das geht, steht in Kapitel 2: Das Google-Unternehmensprofil. Hat jemand anderes das Profil angelegt, übernehmen Sie es, siehe Google-Unternehmensprofil: Inhaberschaft übernehmen.
Welcher Weg angeboten wird, bestimmt Google
Die möglichen Bestätigungswege ermittelt Google laut eigener Hilfe automatisch, Sie können sie nicht ändern. Sie hängen vom Unternehmenstyp, von öffentlich verfügbaren Informationen, von der Region und von den Öffnungszeiten ab. Manchmal verlangt Google mehrere Wege nacheinander. Die vier Wege:
- Telefon oder SMS. Google ruft Ihre geschäftliche Nummer an oder schickt eine SMS mit Code. Laut Google kommt der Code nicht bei Sprachdialogsystemen an. Wer Anrufe über ein Sprachmenü annimmt, wählt deshalb besser einen anderen Weg, wenn Google einen anbietet.
- E-Mail. Nur möglich, wenn Sie Zugriff auf die Adresse haben, die Google auf dem Bildschirm anzeigt.
- Live-Videoanruf. Wird ein Video angeboten, empfiehlt Google diesen Weg. Details gleich unten.
- Post. Google schickt eine Postkarte mit einem fünfstelligen Code an Ihre Geschäftsadresse.
Bestätigung per Videoanruf: so bereiten Sie sich vor
Der Videoanruf findet laut Google nur während Ihrer Öffnungszeiten statt, und Sie müssen dabei in Ihrem Betrieb sein. Ein Mitarbeiter von Google begleitet den Anruf. Zeigen sollten Sie drei Dinge:
- Den Standort: etwa das Straßenschild, benachbarte Geschäfte oder die Umgebung Ihres Betriebs.
- Den Betrieb selbst: Produkte, Geräte mit Ihrem Firmenzeichen, Werbematerial oder das Werkzeug, mit dem Sie arbeiten.
- Dass Sie den Betrieb führen: zum Beispiel Zugang zu Bereichen nur für Mitarbeiter wie Kasse, Küche oder Lager. Google nennt auch das Aufschließen der Geschäftsräume mit dem eigenen Schlüssel.
Probieren Sie vorher aus, ob Ihr Gerät Videoanrufe schafft, und gehen Sie den Weg einmal durch, den Sie zeigen wollen.
Bestätigung per Post: die drei häufigsten Fehler
Die meisten Postkarten kommen laut Google innerhalb von 14 Tagen an. Während Sie warten, gilt:
- Nichts am Profil ändern. Ändern Sie Name, Adresse oder Kategorie, funktioniert der Code nicht mehr.
- Keinen neuen Code anfordern. Damit verfällt der Code auf der Karte, die schon unterwegs ist, und alles dauert länger.
- Nicht zu lange warten. Bestätigungscodes laufen nach 30 Tagen ab.
Ist die Karte da, geben Sie den Code in Ihrem Profil im Feld „Code“ ein und wählen „Senden“.
Den Code gibt man niemandem
Ein Satz aus Googles Hilfe verdient besondere Aufmerksamkeit: Google wird Sie nie um Ihren Bestätigungscode bitten. Geben Sie ihn laut Google auch nicht an Personen weiter, die Ihr Unternehmensprofil verwalten. Ruft jemand an und will den Code, um Ihren Eintrag „zu retten“, legen Sie auf. Wer Ihnen beim Profil hilft, bekommt nach der Bestätigung eigene Zugriffsrechte, dafür braucht niemand Ihren Code.
Wie lange es dauert
Nach den Bestätigungsschritten prüft Google die Angaben. Das dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger. Ist alles durch, kommt eine Bestätigungs-E-Mail.
Manchmal geht es schneller: Google nennt als einen Fall die Bestätigung Ihrer Website in der Google Search Console. Wer seine Website dort ohnehin eingerichtet hat, hat damit einen Vorteil.
Wenn die Bestätigung nicht klappt
- Der Knopf „Bestätigungsprozess“ ist wieder da. Dann konnte Google Ihr Unternehmen nicht vollständig bestätigen. Versuchen Sie es erneut, und nehmen Sie, wenn angeboten, einen anderen Weg.
- Die Meldung „Probleme ansehen“ nach einem aufgezeichneten Video. Das Video wurde nicht akzeptiert. Folgen Sie der Anleitung, die nach einem Klick auf „Probleme ansehen“ erscheint.
- Google verlangt nach einer Änderung eine neue Bestätigung. Laut Google liegt das meist an einer kürzlichen Änderung der Unternehmensangaben. Bestätigen Sie erneut über „Bestätigungsprozess“.
Ändern Sie deshalb Name, Adresse oder Kategorie nur, wenn es nötig ist, und dann überall zugleich. Warum gleiche Angaben an allen Stellen so wichtig sind, erklärt Kapitel 1: Einheitliche Firmendaten.
Wenn das Profil gesperrt ist
Profile, die gegen Googles Richtlinien verstoßen, können laut Google gesperrt oder deaktiviert werden. Wird ein Profil entfernt, ist es nicht mehr öffentlich sichtbar, und Inhaber und Verwalter können darin nichts mehr tun. Halten Sie die Sperre für falsch, legen Sie Einspruch ein. So geht es laut Google:
- Das Profil vorher an die Richtlinien anpassen. Dazu gehört zum Beispiel der Name: Er soll laut Google so lauten wie auf Schild und Briefpapier.
- Nachweise bereitlegen, etwa die Gewerbeanmeldung, eine Gewerbeerlaubnis, Steuerbescheinigungen oder Rechnungen für Strom, Telefon, Wasser oder Internet. Name und Adresse auf den Dokumenten müssen zu den Angaben im Profil passen.
- Im Einspruchstool für Unternehmensprofile das betroffene Profil auswählen. Das Tool zeigt den Grund der Sperre und die Richtlinie, gegen die das Profil verstoßen haben soll.
- Einspruch einlegen und die Nachweise innerhalb von 60 Minuten hochladen. Danach hängt Google sie nicht mehr an den Einspruch an.
- Auf die E-Mail mit der Entscheidung warten. Den Stand zeigt das Tool: eingereicht, genehmigt, nicht genehmigt.
Ganz wichtig: Legen Sie laut Google kein neues Profil für denselben Betrieb an, solange der Einspruch läuft. Wird der Einspruch abgelehnt, können Sie eine erneute Prüfung beantragen und dabei weitere Nachweise einreichen.
Etwas anderes ist eine Einschränkung wegen gefälschter Bewertungen. Stellt Google fest, dass ein Betrieb gegen die Richtlinie zu gefälschten Interaktionen verstößt, kann es laut eigener Hilfe zeitweise keine neuen Bewertungen zulassen, bestehende ausblenden oder einen Warnhinweis im Profil zeigen. Wie Sie Bewertungen auf saubere Art bekommen, steht in Kapitel 4: Bewertungen.
Häufige Fragen
Kann ich mir aussuchen, wie ich mein Unternehmen bei Google bestätige?
Nein. Laut Google werden die möglichen Wege automatisch ermittelt, etwa Telefon oder SMS, E-Mail, Live-Videoanruf oder Post. Welche angeboten werden, hängt unter anderem von Unternehmenstyp, Region und Öffnungszeiten ab.
Wie lange dauert die Bestätigung?
Nach den Bestätigungsschritten prüft Google die Angaben laut eigener Hilfe bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger. Postkarten kommen meist innerhalb von 14 Tagen an, ihr Code läuft nach 30 Tagen ab.
Jemand ruft an und will meinen Bestätigungscode. Was tun?
Nicht herausgeben. Laut Google wird Google Sie nie um Ihren Bestätigungscode bitten, und Sie sollen ihn auch Personen nicht geben, die Ihr Profil verwalten.
Mein Profil wurde gesperrt. Soll ich ein neues anlegen?
Nein. Laut Google legen Sie während eines Einspruchs kein neues Profil für denselben Betrieb an. Legen Sie Einspruch im Einspruchstool ein und reichen Sie innerhalb von 60 Minuten Nachweise wie die Gewerbeanmeldung ein.
Passend dazu: Google-Firmeneintrag löschen: Was geht, was nicht und was stattdessen hilft. Alle Anleitungen im Ratgeber.
Quellen, abgerufen am 30. September 2026, jeweils Google Unternehmensprofil-Hilfe: „Unternehmen bei Google bestätigen“, „Probleme mit gesperrten oder deaktivierten Profilen beheben“ und „Einschränkungen von Unternehmensprofilen bei Richtlinienverstößen“. Die Menüpunkte haben wir aus diesen Seiten übernommen, nicht selbst an einem Profil durchgeklickt.