Öffnungszeiten stehen bei einem Betrieb an vielen Stellen: im Google-Unternehmensprofil, auf der Website, bei Das Örtliche, Gelbe Seiten und 11880. Stimmen sie an einer davon nicht, steht im schlimmsten Fall ein Kunde vor verschlossener Tür. Mit Blick auf die Feiertage im Herbst und zum Jahresende zeigen wir, wo Sie was eintragen und in welcher Reihenfolge.
Google: reguläre und spezielle Öffnungszeiten
Google unterscheidet zwei Arten. Die regulären Öffnungszeiten gelten jede Woche. Spezielle Öffnungszeiten überschreiben sie für einzelne Tage, etwa an Feiertagen, bei einer Sonderveranstaltung oder wenn der Betrieb an bis zu sechs aufeinanderfolgenden Tagen geschlossen bleibt. Die regulären Zeiten bleiben dabei unverändert stehen.
So tragen Sie spezielle Öffnungszeiten laut Google-Hilfe ein:
- Rufen Sie Ihr Unternehmensprofil auf.
- Wählen Sie „Profil bearbeiten“ und dann „Öffnungszeiten“.
- Wählen Sie neben „Spezielle Öffnungszeiten“ die Option „Bearbeiten“.
- Wählen Sie das Datum. Google schlägt Tage selbst vor, die Sie mit „Prüfen“ bestätigen. Andere Tage fügen Sie über „Datum hinzufügen“ hinzu.
- Tragen Sie die Zeiten ein oder setzen Sie das Häkchen bei „Geschlossen“.
- Klicken Sie auf „Speichern“.
Ein Punkt wird oft übersehen: Google empfiehlt, die Zeiten für gesetzliche Feiertage auch dann zu bestätigen, wenn sie sich nicht von den regulären unterscheiden. Sonst sehen Kunden an diesen Tagen unter Umständen einen Hinweis, dass die Öffnungszeiten abweichen können. Das kostet Vertrauen, obwohl der Betrieb ganz normal geöffnet hat.
Bleibt der Betrieb länger zu, gilt eine andere Regel. Ab sieben Tagen am Stück sieht Google die Kennzeichnung „vorübergehend geschlossen“ vor. Wie das geht und was sie bewirkt, steht in Google-Firmeneintrag löschen: Was geht, was nicht und was stattdessen hilft.
Die nächsten Feiertage
Google führt für Deutschland eine eigene Feiertagsliste, an der sich die Hinweise im Profil orientieren. Bis zum Jahreswechsel stehen dort unter anderem:
- 31. Oktober, Reformationstag, in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
- 1. November, Allerheiligen, in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland
- 18. November, Buß- und Bettag, in Sachsen
- 24., 25., 26. und 31. Dezember sowie der 1. Januar 2027
Heiligabend und Silvester sind keine gesetzlichen Feiertage, stehen aber in Googles Liste. Wer an diesen Tagen kürzer öffnet, trägt das am besten jetzt schon ein.
Die Branchenbücher
Auch in den großen Verzeichnissen stehen Öffnungszeiten. Bei Das Örtliche und Gelbe Seiten gehören sie schon zum kostenlosen Grundeintrag. Bei 11880 lassen sie sich über „Änderungen vorschlagen“ am Eintrag ändern, ohne Konto. Das Formular erlaubt auch zwei Zeiträume pro Tag, etwa für eine Mittagspause. Wie das im Einzelnen geht, zeigen 11880-Eintrag ändern oder löschen und Das Örtliche: Eintrag ändern.
Einen Unterschied sollten Sie kennen: Was dort steht, ist in der Regel die normale Woche. Kurzfristige Ausnahmen wie ein einzelner Brückentag lohnen den Aufwand in den Branchenbüchern kaum. Dafür ist das Google-Profil da, das für einzelne Tage eigene Felder hat. Ändern sich Ihre regulären Zeiten dauerhaft, gehören sie dagegen überall geändert.
In dieser Reihenfolge vorgehen
- Website zuerst. Sie ist die Fassung, an der sich alles andere messen lassen muss. Stehen die Zeiten dort falsch, hilft kein Eintrag.
- Google-Profil: reguläre Zeiten prüfen, Feiertage bestätigen, Urlaub und Brückentage als spezielle Öffnungszeiten eintragen.
- Das Örtliche, Gelbe Seiten, 11880: reguläre Zeiten abgleichen, jeweils einmal im Jahr und nach jeder dauerhaften Änderung.
- Telefon: Ansage auf dem Anrufbeantworter an Feiertagen und im Urlaub. Wer anruft, hört dann, wann Sie wieder erreichbar sind.
Gleiche Angaben an allen Stellen gehören zu den Grundlagen, mit denen Betriebe gefunden werden. Mehr dazu in Kapitel 1: Einheitliche Firmendaten.
Häufige Fragen
Muss ich Feiertage bei Google eintragen, wenn ich normal geöffnet habe?
Google empfiehlt es. Bestätigen Sie die Zeiten für gesetzliche Feiertage auch dann, wenn sie den regulären entsprechen. Sonst sehen Kunden unter Umständen einen Hinweis, dass die Zeiten abweichen können.
Wie trage ich Betriebsurlaub bei Google ein?
Bis zu sechs Tage am Stück als spezielle Öffnungszeiten mit dem Häkchen „Geschlossen“. Ab sieben Tagen sieht Google die Kennzeichnung „vorübergehend geschlossen“ vor.
Ändern sich die regulären Öffnungszeiten durch spezielle Öffnungszeiten?
Nein. Laut Google bleiben die regulären Zeiten unverändert, die speziellen gelten nur für die eingetragenen Tage.
Muss ich Feiertage auch bei Das Örtliche und 11880 eintragen?
In der Regel nicht. Dort pflegen Sie die regulären Zeiten und ändern sie, wenn sie sich dauerhaft ändern. Für einzelne Tage ist das Google-Profil der bessere Ort.
Passend dazu: Kapitel 2: Das Google-Unternehmensprofil und Umzug: Firmendaten in allen Portalen nachziehen. Alle Anleitungen im Ratgeber.
Quellen, abgerufen am 30. September 2026, jeweils Google Unternehmensprofil-Hilfe: Spezielle Öffnungszeiten festlegen, Feiertage auf Google, Unternehmen als geschlossen kennzeichnen. Grundeintrag: Angebotsseiten von Das Örtliche und Gelbe Seiten, abgerufen am 29. September 2026. 11880: eigene Prüfung des Formulars am 29. September 2026.