Welche Branchen die meisten Portale haben und was das bedeutet

Überarbeitet im September 2026. Der ursprüngliche Beitrag aus dem April 2025 richtete sich an SEO-Fachleute, dieser hier an Betriebe, die gefunden werden wollen.

Nicht jede Branche wird gleich behandelt. Für ein Restaurant gibt es Dutzende Portale, die es eintragen wollen, gefragt oder ungefragt. Für einen IT-Dienstleister gibt es fast keine. Das ist kein Nachteil, es verlangt nur eine andere Strategie.

Gastronomie: viele Portale, viele Dubletten

Restaurants, Cafés und Partyservices stehen auf Speisekarten-Portalen, Reservierungsplattformen, Bewertungsseiten, Lieferdiensten und in allen klassischen Branchenbüchern. Die meisten dieser Einträge hat der Betrieb nie angelegt. Sie entstehen aus Datenbanken, die untereinander gehandelt werden. Bei unserem Eintrag eines Partyservices aus Gladbeck haben wir Fundstellen auf speisekarte.de, AutoReserve, Vom Hofladen, Cylex, Yelp und Restaurant Guru gemessen. Bei Restaurant Guru fehlt der Link auf die Website, bei Cylex führt er über eine Weiterleitung. Wer hier nicht regelmäßig nachsieht, hat irgendwann fünf Einträge mit drei verschiedenen Telefonnummern.

Handwerk und Dienstleistung: die klassischen Branchenbücher

Gärtner, Handwerker, Chauffeurdienste finden sich vor allem in den bekannten Verzeichnissen: Das Örtliche, Gelbe Seiten, Cylex, GoYellow, dazu Stadtbranchenbücher und Regionalportale. Unser Chauffeurservice aus Hürth hat siebzehn Fundstellen, darunter ein Branchenportal nur für Limousinenvermietung. Der Gartenbaubetrieb aus Essen hat vier. Beide Zahlen sind in Ordnung. Entscheidend ist nicht die Menge, sondern ob die vorhandenen Einträge stimmen und gefunden werden.

Beratung, IT, Agenturen: kaum passende Verzeichnisse

Für Agenturen gibt es Fachverzeichnisse wie agentur.de oder Sortlist. Für IT-Sicherheit gibt es praktisch nichts, die großen Branchenbücher kennen die Kategorie nicht. Für solche Betriebe zählen wenige Fundstellen, die dafür belastbar sind: das Google-Unternehmensprofil, Verbände, Referenzen auf Websites von Kunden, Fachbeiträge. Ein Eintrag in einem Branchenbuch, das einen unter „Sonstige Dienstleistungen“ führt, bringt nichts.

Was daraus folgt

  • Branchen mit vielen Portalen brauchen vor allem Kontrolle: Welche Einträge gibt es, stimmen sie, wer hat sie angelegt.
  • Branchen mit wenigen Portalen brauchen vor allem Qualität: die zwei oder drei Stellen, die zählen, vollständig und aktuell.
  • In beiden Fällen kommt das Google-Unternehmensprofil zuerst.

Welche Portale für welche Branche sauber arbeiten, steht im Verzeichnis-Check. Die Reihenfolge, in der man vorgeht, in Kapitel 3 des Leitfadens.