Wir schreiben in jedem Beitrag, dass wir gemessen haben. Damit das mehr ist als eine Behauptung, steht hier, wie die Prüfung funktioniert, was sie kann und wo sie an ihre Grenzen kommt.
Was geprüft wird
Für jede Fundstelle ruft unser Prüfprogramm die Seite auf wie ein Besucher und wertet vier Dinge aus:
- Der Antwortcode. 200 heißt erreichbar, 404 heißt: Seite existiert nicht mehr. Alles ab 400 ist ein Problem.
- Die Endadresse. Landet der Aufruf woanders als erwartet, wurde umgeleitet. Das ist nicht automatisch schlecht, muss aber bekannt sein.
- Die Anweisung für Suchmaschinen. Steht im Quelltext
noindex, darf die Seite nicht in den Google-Index. Der Eintrag ist dann über die Suche unsichtbar. - Der Link auf die Website. Ist er vorhanden, führt er direkt zur richtigen Adresse, und trägt er
nofollow? Letzteres heißt: Der Link zählt für Suchmaschinen nicht als Empfehlung.
Wie oft
Regelmäßig und automatisch, ohne dass jemand daran denken muss. Die Prüfung arbeitet die Fundstellen in Portionen ab, die am längsten nicht geprüften zuerst. Das Ergebnis mit Zeitstempel steht offen im jeweiligen Eintrag.
Wo die Prüfung an Grenzen kommt
Das ist der wichtigere Teil, und die meisten würden ihn weglassen.
Manche Portale sperren automatische Zugriffe. Fünf der 24 von uns beobachteten Portale antworten einem Prüfprogramm mit einer Sperrseite, darunter Cylex, Yelp und zwei Vertriebsdatenbanken. Bei ZoomInfo bekommt man auch im normalen Browser zuerst eine Aufgabe zum Nachweis, dass man kein Roboter ist.
Für diese Fälle sind die automatischen Werte wertlos, weil sie die Sperrseite beschreiben und nicht das Profil. Wir prüfen solche Portale von Hand nach, bevor wir etwas über sie schreiben. In der Übersicht sind sie als nicht automatisch prüfbar gekennzeichnet.
Die Prüfung sieht nur die Technik. Ob die Angaben im Profil inhaltlich stimmen, ob die Öffnungszeiten aktuell sind, ob das Foto von 2014 ist: Das sieht kein Programm. Dafür braucht es Sie.
Ein Messwert ist eine Momentaufnahme. Portale ändern ihre Regeln, ohne jemanden zu fragen. Was heute freigegeben ist, kann morgen gesperrt sein. Genau deshalb messen wir laufend statt einmal.
Warum wir das offenlegen
Weil eine Messung nur so viel wert ist wie das Wissen um ihre Grenzen. Wer Zahlen ohne Methode veröffentlicht, verkauft Eindruck statt Auskunft. Uns ist die zweite Sorte lieber, auch wenn sie unbequemer ist.
Die laufenden Ergebnisse: Verzeichnis-Check. Fragen zur Methode gern an info@links-light.info.
Passend dazu: Fünf Betriebe, fünf sehr verschiedene Spuren im Netz (erscheint am 16. Oktober 2026). Alle Anleitungen im Ratgeber.