Kapitel 2 des Leitfadens Gefunden werden. Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag mit der größten Wirkung: Es erscheint bei der Suche nach dem Firmennamen, in Google Maps und in der Liste, wenn jemand „Gärtner Essen“ sucht. Kein anderes Portal kommt an diese Sichtbarkeit heran. Und kein anderes Portal ändert Ihre Angaben so selbstverständlich von sich aus.
Anlegen oder übernehmen
Suchen Sie zuerst Ihren Betrieb bei Google Maps. In den meisten Fällen existiert das Profil bereits, angelegt aus Datenquellen oder von Nutzern. Dann übernehmen Sie es, statt ein zweites anzulegen. Ein Doppelprofil ist der häufigste Fehler an dieser Stelle, und das Zusammenführen dauert Wochen.
Die Übernahme verlangt eine Bestätigung. Google entscheidet, welche Methode angeboten wird: Postkarte mit Code, Telefon, E-Mail oder ein Video, in dem Sie Ihren Betrieb zeigen. Sie können sich das nicht aussuchen. Planen Sie dafür ein bis zwei Wochen ein, bei der Postkarte auch länger.
Ausfüllen: die Referenzfassung
Name, Anschrift, Telefon und Website tragen Sie exakt so ein, wie in Kapitel 1 festgelegt. Der Name ist der Firmenname, nicht „Müller GmbH Heizung Sanitär Essen günstig“. Google entfernt solche Zusätze und markiert das Profil, und im schlimmsten Fall wird es gesperrt.
Dann die Kategorie: eine Hauptkategorie, die den Betrieb am besten beschreibt, danach Nebenkategorien. Öffnungszeiten, Leistungen, Beschreibung, Fotos. Ein leeres Profil wird angezeigt, aber nicht empfohlen.
Google ändert selbst
Das ist der Teil, den die meisten nicht wissen. Google schreibt in seiner Hilfe: „Google verwendet Meldungen aus verschiedenen Quellen, um potenziellen Kunden möglichst korrekte und aktuelle Informationen zu Ihrem Unternehmen zu bieten.“ Und: „Wenn wir Meldungen erhalten, dass Ihre Unternehmensinformationen fehlerhaft sind, aktualisieren wir Ihr Profil unter Umständen.“
Diese Quellen sind Ihre Website, andere Verzeichnisse, Nutzer, die Korrekturen vorschlagen. Steht in einem Branchenbuch eine alte Telefonnummer, kann sie im Google-Profil auftauchen. Damit ist Kapitel 1 keine Fleißaufgabe mehr, sondern die Voraussetzung dafür, dass Ihr Google-Profil bleibt, wie Sie es eingetragen haben.
Änderungen, die Sie selbst vornehmen, bekommen in der Verwaltung einen Status: Akzeptiert, Nicht genehmigt oder Ausstehend. Gegen abgelehnte Änderungen können Sie laut Google Einspruch einlegen. Änderungen, die Google vorgenommen hat, sehen Sie in der Verwaltung als Vorschlag markiert und können sie annehmen oder verwerfen. Sehen Sie dort mindestens einmal im Monat nach.
Pflegen
Ein Profil, das über Monate unverändert bleibt, wird nicht gelöscht, aber es fällt hinter Profile zurück, die leben: neue Fotos, Beiträge, beantwortete Bewertungen. Es reicht, alle paar Wochen etwas zu tun. Eine Antwort auf eine Bewertung zählt, auch auf eine gute.
Was wir hier nicht behaupten
Wie Google die Reihenfolge in der Kartenansicht bestimmt, weiß niemand außerhalb von Google genau. Wer Ihnen eine Garantie für „Platz 1 in Maps“ verkauft, verkauft Luft. Was sich belegen lässt: Vollständige, bestätigte Profile mit übereinstimmenden Angaben in anderen Quellen werden häufiger angezeigt als unvollständige. Der Rest ist Ihr Betrieb selbst.
Quellen: Google-Hilfe: Was passiert mit Änderungen am Unternehmensprofil? und Google-Hilfe: Unternehmensprofil bearbeiten, abgerufen am 8. September 2026.
Weiter mit Kapitel 3: Branchenbücher in der richtigen Reihenfolge, erscheint am 24. September. Zurück zur Übersicht.