Wir prüfen die Fundstellen unserer Einträge laufend automatisch. Diese Woche haben zwei Befunde gezeigt, wie still solche Verzeichnisse ihre Regeln ändern: Ein Eintrag ist ersatzlos verschwunden, zwei Portale sperren ihre Profilseiten für Suchmaschinen.
Ein Eintrag war einfach weg
Bei einem Firmenverzeichnis lieferte die Profilseite eines unserer Einträge plötzlich den Fehlercode 404, die Seite existiert nicht mehr. Keine Nachricht, keine Weiterleitung, kein Hinweis. Wer sich dort einmal eingetragen hat und nicht nachsieht, hält den Eintrag bis heute für vorhanden.
Das ist kein Einzelfall, sondern der übliche Ablauf: Portale werden verkauft, Datenbestände umgebaut, Rubriken gestrichen. Benachrichtigt wird dabei niemand.
Zwei Regionalportale sperren Google aus
Bei zwei regionalen Verzeichnissen steht im Quelltext der Profilseiten die Anweisung noindex. Das heißt: Suchmaschinen dürfen diese Seiten nicht in ihren Index aufnehmen. Der Eintrag ist für Besucher des Portals sichtbar, über Google aber nicht auffindbar.
Beim Anlegen eines Eintrags erfährt man das nicht. Von außen sieht die Profilseite aus wie jede andere.
Was Sie daraus mitnehmen
Ein Eintrag ist kein Zustand, sondern etwas, das sich ändern kann, ohne dass jemand Bescheid sagt. Wer wissen will, ob seine Einträge noch das tun, wofür sie gedacht waren, muss nachsehen: Ist die Seite erreichbar? Steht noindex im Quelltext? Führt der Link noch auf die eigene Website?
Genau diese drei Fragen beantwortet unser Verzeichnis-Check automatisch, für jede Fundstelle eines Eintrags. Die Ergebnisse stehen offen im jeweiligen Eintrag, auch die unangenehmen.
Grundlage: eigene Messungen vom 8. September 2026 an 24 deutschen Branchenportalen und Verzeichnissen.